Trans*female Rap und Gitarrenlieder (Berlin)
FaulenzA spielt HipHop und Singer/Songwriter Musik. Sie ist eine trans*Frau und politische Aktivistin in queeren und linken Bewegungen.
Sie fetzt die Normalität weg mit fetten tanzbaren Rap-Beatz, oder nimmt die Gitarre und begleitet ihre Songs selbst.
FaulenzA möchte dich zum tanzen, zum lachen und weinen bringen.
Sie versucht sich selbst stark zu machen und freut sich in den Songs ihre Gefühle und Erfahrungen mit dir zu teilen. Ihre Musik ist ehrlich, intim und einfühlsam. Mal quatschig und lustig, mal melancholisch und warm, schön und zärtlich, oder ihre Musik geht wütend nach vorne. Sie ist FaulenzA’s Herzblut und Liebe. Sie ist ihre Wut, ihre Traurigkeit und Hoffnung. Sie ist ihre Welt aus Zuckerguss und Marzipan, mit Einhörnen und autonomen Mäusen. Komm mit! Wenn du magst, reist FaulenzA mit dir dorthin :-)
Neben der Musik bietet FaulenzA auch Workshops und Vorträge zu den Themen „Trans*misogynie“ und „Selbstverteidigung/Selbstbehauptung“ an.

Auf Wunsch bringe ich gerne eine mobile, akku-betriebene PA mit. Das ist praktisch für Konzerte auf Camps, Demos, Aktionen etc. Überall dort, wo es keine bzw keine gute Tontechnik gibt :-)




BIOGRAPHIE
Mein erstes Konzert unter dem, Namen „FaulenzA“ habe ich 2008 im Cafe „Herr Lehmann“ in Düsseldorf gespielt. Damals als Liedermacherin mit Gitarre. Meine Musik sprach sich bald herum, so dass ich in den folgenden Jahren immer mehr zu Konzerten im ganzen deutschsprachigen Raum eingeladen wurde. In diesen Jahren spielte ich im Schnitt 1 bis 1,5 Konzerte in der Woche. Lieder wie „die autonome Maus“, „Tanzen“ und „Streunender Punk“ verbreiteten sich in der Szene und wurden von verschiedenen Bands gecovert. Verteilte ich in den ersten Jahren noch selbstgebrannte Promo-CD’s, kam 2012 mit „Mäuseanarchy“ mein erstes gepresstes Album. Ich bekam das Geld für die Pressung zusammen, musste mich aber mit einfachem home-recording zufrieden geben. Gäste auf diesem Album waren der Singer/Songwriter „Paul Geigerzähler“ oder die Liedermacherin „Merle“ am Cello. Ich bemühte mich selbst um Promo und erhielt gute Kritiken in einigen wenigen Magazinen (zum Beispiel im „OX Fanzine“). Kurz nach Veröffentlichung meines ersten Albums vollzog ich mein öffentliches Coming Out als Trans*Frau. Ich startete meine körperliche Transition und das Tragen „weiblicher“ Kleidung auch auf der Bühne. Es war mir sehr wichtig auf der Bühne als selbstbewusste Trans*Frau aufzutreten. Es gibt leider kaum positive Vorbilder in den Medien die trans*weiblich, oder auch lesbisch/schwul/bi/trans sind. Wenn trans*Frauen im Fehrnsehen vorkommen werden sie exotisiert und sexualisiert. Mir war bis dahin nicht von einer einzigen Trans*Frau in der Musikszene bekannt. Bei meinem Publikum sorgte das Coming Out nur vereinzelt für Irritationen, oder Ablehnung. Die meisten bewunderten meinen Mut und unterstützten mich umso mehr. Sehr viele Menschen schrieben mir, dass sie aus meiner Musik in besonderem Maße Kraft schöpften für ihr eigenes Coming Out als lesbisch schwule bi Trans-Person, oder einfach Mut dafür ihr Leben selbstbewusst zu leben und sie selbst zu sein. 2014 kam dann mein zweites Album „Glitzerrebellion“. In den 13 Songs erzählte ich ua auch von meinem Leben als trans*Frau, thematisierte Diskriminierungen und gleichgeschlechtliche Liebe. Mir war es sehr wichtige diesen Themen Raum zu geben und gab mir alle Mühe ihnen Gehör zu verschaffen. Auch dieses Album erhielt wieder gute Reviews ua im OX Fanzine. Gäste: die Rapperin Lena Stoerfaktor, die Liedermacherin Merle, Anke (von Früchte des Zorns) an der Bratsche. Auch in diesem Album verband ich zum Teil wieder die Liedermacherinnen-Musik mit HipHop. Die Musikszene ist leider sehr männlich dominiert. Sie bietet kaum Raum für Frauen und erst recht nicht für Trans*Frauen. Ich spielte auf vielen Festivals wo es sehr geschätzt wurde, dass ich dieses Perspektive mit einbringen konnte. Das ist mir auch ein großes Anliegen, da sexistische, schwulenfeindliche und trans*feindliche Musik keine Seltenheit auf Bühnen sind. Dieser Mainstream darf nicht alternativlos und kommentarlos bleiben. Die Gesellschaft braucht ein positives Bild von Menschen die lesbischschwulbitrans sind. Ich möchte als starke Trans*Frau auf der Bühne meinen Teil dazu beitragen. Daher ist es mir auch ein großes Anliegen mit meiner Musik ein größeres Publikum zu erreichen und sie in professioneller Qualität zu produzieren. 2013 kam ich in die Künstlersozialkasse. Nun plante ich erstmals ein reines HipHop Album. Ich erarbeitete ein HipHop-Programm und spielte auf Konzerte entweder die erste Hälfte SingerSongwriter Musik und die zweite Hälfte HipHop, oder ich spielte je nach Anlass mal ein HipHop und mal ein SingerSongwriter Konzert. Viele meiner Fans mochten beider Musikrichtungen, aber ich erreichte auch neue HipHop-Fans. Empowerment für queere Themen war ein Schwerpunkt dieses Programms an.

2015 kam ich zum Berliner Label „Springstoff“, die mich seitdem unterstützen. Über Springstoff biete ich seitdem auch einen Vortrag zum Thema „Trans*misogynie und einen Selbstbehauptungsworkshop an. Dieses beiden Workshops wurden im letzten Jahr häufig nachgefragt und ich wurde zu Festivals und Veranstaltungen, oder an Hochschulen eingeladen. „015 begann ich an meinem Buch „Support your sisters not your cisters“ zu arbeiten, wo ich die Diskriminierung von trans*Frauen thematisiere. Es wird im Oktober 2016 im Verlag „Edition Assemblage“ erscheinen. Mein Engagement für Trans*Themen brachte mir auch mediale Aufmerksamkeit. So produzierte RBB 2015 ein Videoporträt von mir und sendete es als Beitrag zum CSD. Auch im RBB Radio 1 und in einer OnlineDoku zu Transaktivismus in Istanbul und Berlin kamen Beiträge über mich. 2015 gab ich im Rostocker Radio Lohro ein Interview zum Thema Trans*misogynie. Ich freue mich sehr über all das positive Feedback was ich bekomme. Immer mehr Menschen schreiben mir dass ich ihnen Mut mache und Kraft gebe, drücken mir ihre Bewunderung und Dankbarkeit aus. Das macht mich stolz und gibt mir die Kraft und Bestätigung auf diesem Weg weiterzumachen. Auch mein Projekt des HipHop Albums „Einhornrap“ konnte durch Springstoff Gestalt annehmen. Es wird im Juli 2016 erscheinen. Gäste sind: Sookee, Jennifer gegenläufer, Mske, Carmel Zoum, Lady Lazy. Es gibt professionell produzierte Rap Beatz von LeijOne für die ich teilweise die Gitarre selbst eingespielt habe. So bleibe ich meinen musikalischen Wurzeln auch in diesem Album treu und sorge für Wiedererkennungswert. Parallelen zu meinen ersten Alben finden sich auch in den teils gesungenen melodischen Refrains, aber auch inhaltlich in der Art und Weise, wie ich Geschichten erzähle und Themen bearbeite. Meine Songs sind sehr intim, weil ich von meinen eigenen Gefühlen ausgehe und sie nah und authentisch beschreibe. Das geht unter die Haut und berührt viele Menschen die manches Nachfühlen können, sich verstanden fühlen und sich in manchen Liedern wieder finden. Dies ist eine wichtige Motivation für mich Musik zu machen. So rappe ich Geschichten von Traurigkeit, Wut und Schmerz, aber auch von Hoffnung und Spaß. Ich rappe heitere Songs wie Lovestories, vom Tanzen oder autonomen Mäusen, aber auch sehr ernste Lieder über Themen, die sonst wenige gesellschaftliche Beachtung finden. So geht es in meinem neuen Album auch von Selbstmord, von Diskriminierung und Gewalt. Hierbei ist mir ein weiteres Markenzeichen meiner Texte wichtig, nämlich dass selbst und gerade solche ernsten Texte von mir von einer positiven Grundhaltung geprägt sind. Sie sollen nicht niederschmettern, sondern Mut machen, Kraft geben, aufbauen. Mit einigem Feingefühl gelingt es mir auch in ernstesten Songs meinen nicht unterzukriegenden Humor einzubringen und Menschen ein Lachen zu erlauben. Es ist manchmal mehr als Galgenhumor und Sarkasmus. Es ist mehr das befreiende Lachen des „sich verstanden Fühlens“. Ein kopfschüttelndes Lachen über die abstruse, unmögliche Realität, über den alltäglichen Wahnsinn, den Menschen erleben, die nicht in den Mainstream der Gesellschaft passen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt meines geplanten Albums „Einhornrap“ sind Themen von LGBTIQ aus einer trans*weiblichen Perspektive. So möchte ich mit aller Kraft und mit Unterstützung meiner Fans und des Labels „Springstoff“ für politische und gesellschaftliche Sichtbarkeit für die Lebensrealitäten für LGBTIQ kämpfen. Ich hoffe, dass ich Menschen darin bestärke mit Musik zu beginnen und auf die Bühne zu gehen auch wenn sie nicht dem Mainstream entsprechen und in irgendeiner Form von der gesellschaftlichen Norm abweichen. So sind meine zentralen Botschaften: Sei du selbst! Gehe deinen Weg! Du bist gut so wie du bist! Und: zusammen sind wir stark!

Unterstützt werde ich durch SPRINGSTOFF :-) Vielen Dank!
„Springstoff ist ein Berliner Musiklabel, dem es am Herzen liegt, Musiker*innen mit Message zu supporten. Springstoff gibt politisch bewussten Menschen eine Bühne und supportet DJ*anes, Bands & MC’s, denen nicht nur die Musik, sondern auch die Inhalte wichtig sind und sich bei aller Unterschiedlichkeit einig sind: Kein Applaus für Scheiße.“
springstoff.de